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FDP Kreisverband Siegerland-Wittgenstein

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Bisherige Beiträge zum Thema:

Wie sieht unsere Zukunft aus? (25 Beiträge)
Gestartet am: 2007-10-01 um: 13:15:19 Uhr
Letzter Beitrag: 2007-10-08 um: 10:50:18 Uhr


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Von: Hartmut Vogel <vogelarchitekt@t-online.de>
Am : 2007-10-08 um: 10:50:18 Uhr


Titel: Feuerwehr

Die freiwillige Feuerwehr hat allerorten Existenznöte, weil
- Feuerwehrleute wegen ihres Arbeitsplatzes nicht in der gebotenen Zeit zu Einsatzort kommen können, und

- Feuwehrleute um ihren Arbeitplatz fürchten müssen, wenn sich die Einsätze häufen.
Der Vorschlag:
Die Existenz der örtlichen freiwilligen Feuerwehr ist zu sichern. Neben ihrer originären Aufgabe hat die freiwillige Feuerwehr eine ortsprägende soziale Aufgabe.
Zusätzlich ist eine "Berufsfeuerwehr" mit einem festen, ständig verfügbaren Stamm an Wehrleuten und entsprechendem Gerät, zu installieren. Dies' können Mitglieder einer Verwaltung, eines Bauhofes, eines Stadtwerkes oder ähnlichem sein, deren Präsenz schon durch ihr Arbeitsfeld gesichert ist.
Das ganze ist nicht von jetzt auf gleich realisierbar, aber eine zwangsläufige Zukunftsinvestition.

Von: Hartmut Vogel <vogelarchitekt@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:56:34 Uhr


Titel: Interkommunale Zusammenarbeit

Eine interkommunale Zusammenarbeit, wohl wissend daß sich nicht jeder Kommunal-
politiker mit dieser Überlegung anfreunden kann. Dabei denke ich an
a) eine Zusammenarbeit der Büchereien - kommunale Büchereien, Schulbüchereien, kirchliche Büchereien und mehr - beim Einkauf, dazu Festsetzung von unterschied- lichen Schwerpunkten,
b) die Abstimmung des kulturellen Angebotes untereinander, Neuausrichtung nach der Installation des Apollo-Theaters, Besinnung auf die räumlichen Gegebenheiten und Stärken mit angepaßten Angeboten, gemeinsamer Einkauf, soweit nicht ohnehin schon praktiziert, "kultureller Auftrag" als Selbstverpflichtung, und
c)an grenzübergreifende Tätigkeiten der Bauhöfe mit gemeinsamem Personal- und Geräteeinsatz
d) In der Raumplanung sollte ebenfalls die interkommunale Zusammenarbeit gefördert werden, wenngleich hier Lern- und Überzeugsmöglichkeiten ungleich schwerer sein werden.
Die derzeit angegangene Fördermaßnahme ILEK zeigt vergleichbar auf, daß die "Denkräume" zukünftig weiträumiger gefaßt werden müssen.

Von: Hartmut Vogel <vogelarchitekt@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:48:41 Uhr


Titel: Mietwohnungsbau

Preiswerte familienfreundliche Miewohnungen können nur entstehen, wenn die nachstehenden Komponenten stimmen. Die Zukunftskonferenz kann hier "nur" moderieren, aber das wäre schon wichtiger Schritt zum Ziel.

Erforderlich sind:

a) Entsprechende Bauleitplanung,
b) preiswerte Grundstücke,
c) Finanzierungsmöglichkeiten wie bspw. Kredite über die kfw-Bank, und
d) ein "gleichgewichtiges" Mietrecht.

Von: Hartmut Vogel <vogelarchitekt@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:45:34 Uhr


Titel: Einsatz erneuerbarer Energien

Durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird der Bürger von Flensburg bis Passau gezwungen, CO2 - mindernd, also umweltverträglich, zu bauen. Dies' muß ihm aber auch möglich sein, d. h. die Bauleitplanung muß - "muß" deshalb, weil die EnEV parallel zum BauGB angewandt werden muß - entsprechend agieren. Ich hielte es für den einfachsten Weg, der ohnehin zwingend erforderlichen und seit Jahren gehandhabten
Umweltverträglichkeitsprüfung eine Prüfung nach der EnEV anzuhängen. Der Kreis als in der Bauleitplanung zu beteiligende Behörde könnte dies grundsätzlich einfordern

Von: Martin Baecker <martin.baecker@piral.eu>
Am : 2007-10-01 um: 14:42:41 Uhr


Titel: Universität Siegen

In diesem Wintersemester bezahlen die Studenten an der Uni Siegen zum 2. mal die Studiengebühren von € 500. Bei einer einfachen Berechnung von ca. 20 % Befreiung von 12.000 Studierenden müssten mittlerweile über 8 Mio. Euro bei der Uni Siegen angekommen sein.
Frage: was wird mit diesem Geld gemacht? Wieviel neue Professorenstellen sind eingerichtet worden?
Gibt es eine Verbesserung der Lehre, gibt es ausreichende Möglichkeiten zum Promotionsstudium?
Sollten etwa die Studiengebühren nur dazu benutzt werden um das Audimax chic zu machen?
Was hat der entsprechende Kontrollausschuss hierzu zu sagen?
Die FDP wird nachfragen.

Von: Gerhard Kötter <gerhard.koetter@voba-si.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:38:31 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Gewässerentwicklung

Das gesamte Siegsystem (bis zum Rhein) hat gute Voraussetzungen, die Ziele der europäischen Wasserrahmen-Richtlinien bis 2015/2020 zu erreichen. Unsere Sieg mit den Nebengewässern gilt in NRW/Rheinland-Pfalz als Modellgewässer des Wanderfisch-programms. Wir können mit recht geringen eigenen finanziellen Investitionen die Haushalte der kommenden Jahre / Jahrzehnte entlasten sowie wichtige emotionale / reale Standortvorteile für unsere Region erreichen (Anziehungskraft für den Zuzug von Personen aus anderen Wirtschaftsregionen / Förderung der Tourismusaktivitäten etc.)

Dieses ökonomisch und ökologische Thema würde der FDP gut "zu Gesicht stehen" und ihr im Kreisgebiet eine "neue" Positionierung ermöglichen.

Ein Gewässerentwicklungskonzept für die Sieg + Ferndorf + Weiß der Uni Siegen aus dem Jahr 2004 (mit Detailplanungen und Kostenschätzungen) liegt vor.

Von: Gerhard Kötter <gerhard.koetter@voba-si.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:32:01 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Demographische Entwicklung

Auch in unserem Kreisgebiet schreitet der Prozess der Überalterung fort. Auf Sicht entsteht ein zunehmender (Fach-)Arbeitskräftemangel sowie eine nur teilweise genutzte und damit teure Infrastruktur.

Regionale Chancen zur Milderung dieser Entwicklung:

- ausländische Mitbürger (höhere Geburtsraten) aktiver in die allgemeine Bevölkerung integrieren
Leitkultur / Religionskultur
- nicht das historisch trennende, sondern die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund rücken
- gemeinsame historische Basis ist die griechisch - römische = europäische Kultur und Aufklärung
- jüdisch, christliche, muslimische Religionen mit unterschiedlichen Ausprägungen - aber alle monotheistisch - als verbindende Grundlage sehen und Akzeptanz der Andersartigkeit im Detail sehen und fördern
- Vereinswesen stärker zur Kommunikation / Integration nutzen
- Vorbildliche Einzelfälle der Region aufzeigen / fördern / publik machen
Negative Fälle aufarbeiten
- den während der nächsten 50 Jahre abzuschätzenden Bevölkerungsrückgang bei den kommunalen Planungen / Investitionen konkret berücksichtigen
- Kombination von Beruf und Haushalt / Kinderbetreuung ermöglichen / fördern
- wohnortnahe / dezentrale Arbeitsstätten (Landschaftsplanung differenzieren)
- Ganztagsschulen mit reduzierten Schuljahren
- Kinderbetreuung durch gemeinnützige Organisationen / Privatpersonen optimieren

Von: Gerhard Kötter <gerhard.koetter@voba-si.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:20:22 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Planung zusätzlich benötigter Gewerbe- und Industriegebiete sowie neuer Wohngebiete

Es fehlt in großen Teilen der Bevölkerung der notwendige Kenntnisstand, um einen Grundkonsens für die Planung bzw. Erweiterung oder Umstrukturierung bestehender Gewerbe- und Industriegebiete sowie Ausweisung neuer Wohngebiete herbeizuführen. Dass bei der Planung ökonomische und ökologische Aspekte berücksichtigt und abgewägt werden müssen, versteht sich eigentlich von selbst. Zur Zeit wird oft viel zu früh aus emotionalen Gründen die Nachhaltigkeit einer umfassenden Planung gestört bzw. verhindert. Interkommunaler Wettbewerb bei der Planung ist verständlich aber oft auch eher für die Gesamtregion erforderlich.

Eine Leitlinie für das gesamte Kreisgebiet ist dringend erforderlich um in 20 Jahren nicht so wie heute Zeit und Geld für nicht konsensfähige Planungen zu vergeuden.

Der demokratische Wllensprozess - auf der Grundlage eines fachlich qualifizierten Wissensstandes - muss in den nächsten Jahren optimiert werden.

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:14:48 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Altersgerechtes Wohnen

- Wohnraum für WGs für ältere Mitbürger schaffen (ebenerdig)
- Barrierefreies Besuchen der Einkaufs-, Bildungs-, Kultur- und Sporteinrichtungen
- Umbau des Siegener Hauptbahnhof Siegen, damit ältere Mitbürger und solche mit körperlicher Beeinträchtigung den Fernverkehr sowie den ÖPNV alleine nutzen können
- Zusammenleben im Alter fördern, unabhängig von Religionsgemeinschaften
- Ausbau der Dienste für alte und kranke Mitbürger, die solange wie möglich zu Hause leben möchten
- Angebote im Konsum- und Freizeitbereich für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung vorhalten

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:13:31 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Stadt- / Gemeindeplanung

- Siegen als Oberzentrum für Bildung, Wirtschaft, Kultur und Sport einplanen
- Bessere Absprache der Kommunen und Länder in der Region über Wohn- und Gewerbeangebot
- Bessere Absprache der Kommunen und Länder in der Region über Bildungs- und Kulturangebote
- Einheitliche Länderübergreifende Gesetze und Regelungen in unserer Region bei Genehmigungsverfahren für die Ansiedelung von Wohn- und Gewerbegebiete
- Die Region als Ganzes betrachten, nicht als Teile von NRW, Hessen und Rheinland Pfalz

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:12:31 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Freiwilliges Engagement

- Tätigkeit im Ehrenamt fördern
- Erfahrungen der älteren Mitbürger einbringen
- Generationenaustausch

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:11:46 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

- familienfreundliche Arbeitsplätze bieten
- Teilzeit-Jobs
- Jobsharing
- Industrie- und Gewerbeflächen mit Kinderbetreuungseinrichtungen planen

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:10:50 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Wirtschaftsförderung

- ausreichende Industrie- und Gewerbeflächen interkommunal ausweisen
- ausreichende Industrie- und Gewerbeflächen interkommunal vorhalten, um bei wirtschaftlichem Aufschwung sofort reagieren zu können
- eine einheitliche Gewerbesteuer in Betracht ziehen
- schnelles Umsetzen der Pläne für Industrie- und Gewerbeflächen (keine 15 Jahre Findungsphase)
- Ansiedelung der Industrie- und Gewerbeflächen grundsätzlich an den Hauptverbindungswegen (Autobahnen / Bahnstrecken)

- Unsere Region an die Fernverkehrswege anbinden, d.h.:
- Bahnhof Siegen als IC-Standort einplanen, Siegen als Knotenpunkt betrachten (Hagen – Frankfurt, Köln – Kassel)
- Ausbau der A45 (6 Spuren)
- Weiterbau der A48 von Koblenz nach Siegen
- Weiterbau der A4 Richtung Osten als Autobahn
- Fertigstellung der HTS
- ÖPNV-Konzepte mit Industrie- und Gewerbeflächen in Einklang bringen
- Siegerland Flughafen als Regionalflughafen betrachten
- Tourismus: Wir müssen unsere Wald- und Talsperrenregion sowie den Rothaarsteig als ertragreiches Wirtschaftselement begreifen
- Ausbau von Fahrradwegen, insbesondere stillgelegte Bahntrassen (aktuell die Strecke Dreis- Tiefenbach – Werthenbach)
- Überregionales Werben für den Kulturstandort

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:08:45 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Schul- und Bildungsentwicklung

- ausreichendes Angebot von Schulen aller Formen
- so schnell wie möglich ein Schulsystem schaffen (z. Zt. 16 Kultusministerien / ca. 400 Wege zu einem Schulabschluss zu kommen)
- Ausbau von Ganztagsschulen
- Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, dafür Gemeinschafts- bzw. Stadtteilschulen
- Erhalt der Universität und ein wirtschaftliches Umfeld schaffen, dass die Absolventen in der Region ihr Wissen vor Ort einbringen
- Förderung des zweiten Bildungsweges
- Firmen zu mehr Ausbildungsplätzen anhalten und somit die eigene Zukunft mit Fachkräften sichern

Von: Gabriele Schneider-Irle und Walter Schneider <elsch2002@yahoo.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:07:29 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Familie- / Kinderentwicklung

- Bereitstellen von ausreichenden Betreuungsplätzen für Kinder ab dem 1. Lebensjahr
- Familiengerechte Strukturen in der Arbeitswelt (z.B. Teilzeitarbeit)
- Familienfreundliche Arbeitswelt (macht die Angestellten motivierter, flexibler und leistungsfähiger)
- Mehrgenerationenhäuser
- Wohngebiete ausweisen und Wohnungsbauprojekte sofort umsetzen (nicht wie am Bürbacher Giersberg, wo nach 37 Jahren immer noch kein Haus steht)
- Mehr Arbeitsplätze in der Region
- Den Beruf der Gemeindeschwester neu aktivieren
- Gut abgestimmtes Verhältnis zwischen Wirtschaft und Natur
- Integration von Zugewanderten von beiden Seiten intensiv aufbauen und fördern
- Keine Parallelgesellschaften entstehen lassen. Alle Mitbürger gehören in ein Boot, wenn die Zukunft gesichert werden solle.
- Alle Menschen sollen sich in der Stadt / Region wohl fühlen.

Von: Guido Müller <guido.fliege@gmx.de>
Am : 2007-10-01 um: 14:03:37 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Hallo Herr Göbel,

stimme Ihnen zu. Günstiges Bauland würde junge Familien in der Region binden. Aber glauben Sie, die Gemeinden lassen sich darauf ein? Muss man nicht sicher stellen, dass bei einem späteren Wegzug die Grundstückspreise fällig werden?

Welche Branchen sollen angesprochen werden? Was sind die Zukunftsmärkte? Siegen-Wittgenstein ist vor allem "drehen, bohren, fräsen" und der Automotivemarkt vor allem preisabhängig und damt keine wirklich sichere Bank. Berufsbedingt setze ich mich im Breich der Stanztechnologie derzeit mit dem Thema "integrierte Verfahren" auseinander. Dabei viel mir auf, dass bspw. in Lüdenscheid und Dortmund entsprechende Kompetenzzentren entstanden sind, die sich mit der Umschulung von Fachkräften einen Namen gemacht haben. Was können wir hier vorweisen?

Attraktivität der Region und Leben in der Region sollten zu den entscheidenden Themen gehören. Vielleicht sollten wir hier mal nachdenken, was in diesem Bereich möglich oder zu verbessern ist...

Von: Ralf Goebel, Kreuztal <rg@global-con.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:58:23 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Auf Grund guter konjunktureller Rahmenbedingungen ist die Wirtschaft der Region stabil, besonders in den wesentlichen Wirtschaftszweigen:
o Eisenverarbeitende Industrie
o Maschinenbau und deren Zulieferer und
o Automobilzulieferer
Dies lässt im Moment zum Teil darüber hinwegsehen, das gewisse strukturelle Rahmenbedingungen nicht bearbeitet werden und für die Zukunft aber dringend bereinigt werden müssen:
1. Die Zahl der qualifizierten Arbeitnehmer ist jetzt schon deutlich zu gering und wird in Zukunft aufgrund der demographischen Rahmenbedingungen noch schwieriger werden.
2. Die Fläche für die ausgewiesenen bzw. noch auszuweisenden Industrieflächen, hier besonders von Neuflächen ist schon seit Jahren unverhältnismäßig deutlich zu klein.
3. Maßnahmen zur Ansiedlung neuer Branchen schlagen nachhaltig fehl bzw. werden von anderen Regionen erfolgreich abgeworben und deswegen entwickelt sich in der Region auch nicht wirklich etwas Neues.
Ein wesentliches Pfund unserer Region ist freie Landschaft - Natur, die es zu nutzen gilt. Um mehr qualifizierte Mitarbeiter in unsere Region zu locken ist es unabdingbar, die Rahmenbedingungen für Zuzugswillige bzw. Zuzugserwünschte deutlich zu verbessern. Wesentlicher Standardwunsch einer jungen Familie ist das eigene Heim in einer angenehmen Landschaft. Dies kann unsere Region prinzipiell sehr gut bieten. Deswegen soll denjenigen, die in der Region einen Arbeitsplatz antreten (dies kann auch auf Branchen beschränkt werden) und die von außerhalb des Siegerlandes (z.B. 50 km ) zuziehen, ein sehr sehr billiges erschlossenes Baugrundstück angeboten werden. Die hierfür notwendigen Mittel, bzw. den Baugrund stellen die Gemeinden zur Verfügung, die dann ja auch Nutznießer dieser Neubürger sein werden. Da der Wettbewerb zwischen den Regionen um neue Industrien wächst und wir neben den einzelnen Bundesländern auch mit den Osteuropäischen Ländern konkurrieren, müssen solche Maßnahmen beschleunigt eingeführt und beworben werden.
Weiterhin sollte die Bestrebung der Region sein, jährlich mindestens 5-10% der bisherigen Industriefläche als neue Industrieflächen auszuweisen. Einige Gemeinden wie Olpe Wenden und Wilnsdorf sind mit ihrem starken Industrie- und Gewerbegebietspolitik schon ganz vorne, dieses gilt es auch in den verkrusteten Strukturen Siegens und anderer Nachbargemeinden zu etablieren.
Weiterhin gilt es die Qualifizierung junger williger Menschen deutlich durch eine Vielzahl von Maßnahmen zu erhöhen, so das der heute schon vorhandene Facharbeitermangel beseitigt wird. Und die heute noch vermeintlich unwilligen jungen Menschen, durch geeignete motivierende Maßnahmen in die Richtung einer qualifizierten Ausbildung mit Jobaussicht (ggf. vorher abgesicherte Stelle) zu führen.

Von: Hagen Tschoeltsch <hagentschoeltsch@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:55:37 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Zum Thema "Schüler lernen Instrumente"

Guten Morgen Gudio,
dein Vorschlag die Vereine miteinzubeziehen, finde ich gut. Da haben wir keine Differenzen. Vor Ort ist zu klären, wie man das Projekt umsetzt.

Mit besten Grüßen

Hagen

Von: Guido Müller <guido.fliege@gmx.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:54:09 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Nichts gegen Schulinstrumente, aber der richtige Weg führt meines Erachtens über die Vereine! Größte Gefahr sind die Ganztagesangebote der Schulen, die auf der einen Seite sicher begrüßenswert sind, auf der anderen Seite aber den Vereinen den Nachwuchs abgraben. Was tun? Vereine brauchen eine enge Bindung zum Nachwuchs, aber nur Lückenfüller für fehlende pädagogische Konzepte hilft den Vereinen nicht. Siegen-Wittgenstein ist bspw. der aktivste Kreis (drei aktive Gaue) im Westfälischen- und einer der bedeutendsten Kreise im Deutschen Turnerbund. Ich glaube, diese Tradition bedarf der Unterstützung der Zukunftskonferenz. Wir reden übrigens allein im Bezirk Süd von rund 50.000 Mitgliedern...

Von: Hagen Tschoeltsch <hagentschoeltsch@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:47:01 Uhr


Titel: Schüler lernen Instrumente

Die Landesregierung fördert für das Ruhrgebiet ein Projekt "Jedem Kind ein Instrument"

Ale rund 200.000 Grundschulkinder im Ruhrgebiet erhalten in den nächsten Jahren die Chance, ein Instrument zu lernen. Warum eigentlich nur die Grundschulkinder im Ruhrgebiet?

Ich fordere für unsere Region in Zusammenarbeit mit den Musikschulen ein vergleichbares Projekt. Die Finanzierung sollten sich das Land, die Gemeinden, die Eltern und private Spender teilen.

Von: Martin Baecker <martin.baecker@piral.eu>
Am : 2007-10-01 um: 13:29:30 Uhr


Titel: Landschaftsschutz

Im Heestal, genauer in Mittelhees, ist jetzt der Neubau einer grossen Produktionshalle der Fa. Hufer zu besichtigen. Diese Halle liegt quer zum Talverlauf und ist ein besonders abschreckendes Beispiel über die Verschandelung unserer Landschaft. Wer erteilt eigentlich die Genehmigung zu solchen verstörenden Gebäuden? Haben in Kreuztal die Verantwortlichen der Schaffung von Arbeitplätzen Vorrang alle anderen Werten gegenüber eingeräumt? Für die Erhaltung einer wertvollen, naturnahen Umgebung müssen in Zukunft gemeindeübergreifende Richtlinien und Kompetenzen greifen. Die kommunale Selbstverwaltung ist offensichtlich nicht in der Lage höherwertige Bürgerprioritäten aufzunehmen und umzusetzen.

Von: Hans Peter Kunz <hpkunz@gmx.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:24:47 Uhr


Titel: Verbesserung der Bahn-Infrastruktur

Leider ist das Oberzentrum Siegen nur durch Regionalexpress-Verbindungen an die ICE-Bahnhöfe Hagen, Köln und Frankfurt angeschlossen. Die Fahrtzeiten zu den genannten Orten dauern genauso lange wie vor 40 Jahren, d. h. es ist anzunehmen, dass in die Bahninfrastruktur in den letzten Jahrzehnten keine Neuinvestitionen geflossen sind. Insbesondere die Verbindung nach Hagen (Dauer ca. 1:30 Stunden) ist überhaupt keine Alternative zum Auto. Das gilt es schnellstmöglich zu verbessern, damit Zugreisen von Siegen aus attraktiver werden. Siegen braucht eine schnelle Anbindung an das Fernverkehrsnetz, besser noch eine Integration in das Fernverkehrsnetz.

Von: Guido Müller <guido.fliege@gmx.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:19:37 Uhr


Titel: Neues Ticketsystem

Hallo Hagen,
interessant, dass du das ansprichst. Heute wird im Kulturbüro tatsächlich ein solches System eingeführt. Wäre natürlich schön, wenn man das auf andere Kulturinstanzen übertragen könnte.
Gruß Guido

Von: Hagen Tschoeltsch <hagentschoeltsch@t-online.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:16:47 Uhr


Titel: RE: Wie sieht unsere Zukunft aus?

- Schaffung eines Buchungs- und Platzreservierungssystems für alle Kulturveranstaltungen im Kreis Siegen - Wittgenstein

Von: Guido Müller <guido.fliege@gmx.de>
Am : 2007-10-01 um: 13:15:19 Uhr


Titel: Wie sieht unsere Zukunft aus?

Zukunft selbst gestalten! In diesem Forum werden nun die Ideen gesammelt, die im Oktober auf einem Sonder-Kreisparteitag diskutiert werden und als programmatische Basis für die Zukunftskonferenz dienen sollen. In einem ersten Schritt wäre vielleicht erst einmal die Frage zu klären, welche Zukunft haben wir in der Region? Wohin soll die Reise gehen?

Themen die hierbei sicher eine Rolle spielen werden sind:

Demografie - Kampf der Vergreisung
Wirtschaftsstandort - Fachkräftemangel in der Region
Tourismus und Kultur - Sozio-Kultur oder hohe Kultur
Topografie - Was ist Südwestfalen



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