Neues Kultur-Förderprogramm
"Kreativquartier" für die Region
Für dieses Kulturprojekt hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ab 2011 Fördermittel von insgesamt 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt. FDP-Fraktionsvorsitzender Guido Müller sieht hier Chancen für die Region: „Durch das Leben und Arbeiten der Künstler in der Region können sich Wohnsiedlungen positiv verändern lassen. Gerade abseits der etablierten Standorte kann so ein neues kreatives Milieu ge-schaffen werden. Wir glauben, dass solche Projekte lebendige Wohnviertel mit einer hervorragenden Wert- und Werteentwicklung auch in unserer Region entstehen lassen.“ In einem ersten Schritt möchten die Liberalen, dass sich der Kulturausschuss in Zusammenarbeit mit dem Kultur-Büro mit dem Thema beschäftigt und die Idee auf ihre Umsetzung hin überprüft. Dr. Christhard Mahrenholz, der die Liberalen bereits seit vielen Jahren im Kulturausschuss maßgeblich vertritt, freut sich über diesen Vorstoß seiner Fraktion: „Politik muss wieder stärker von unten aus den Ausschüssen heraus gestaltet werden. Das „Quartier“ kann unbestreitbar auch einen entscheidenden Beitrag zur Bildung in den Wohngebieten leisten und sich positiv auf das Wohnumfeld auswirken. Hier gibt es in Siegen-Wittgenstein einige Gegenden, die davon sicher profitieren würden.“ Die FDP möchte ganz bewusst den dazugehörigen Ausschuss und die Fachabteilung der Kreisverwaltung in die Planung und Konzeption eingebunden wissen. Wo, ob und wie das geplante „Kreativquartier“ im Flächenkreis umgesetzt werden kann, soll im Ausschuss ergebnisoffen diskutiert werden. „Natürlich werden hier keine Luftschlösser gebaut“ ergänzt Müller: „Alle Ideen stehen unter der Voraussetzung der Finanzier- und der Machbarkeit. Auch Kulturpolitik muss sich an ökonomischen Zwängen orientieren“. Bis zum Sommer sollen Kulturausschuss und Kultur(!)Büro zu diesem Thema beraten und wenn es umsetzbar erscheint, auch einen ersten Konzeptentwurf erarbeiten.