FDP fordert Businessplan
Siegerland-Flughafen - Chance auf Bewährung
Gewinn kann der Flughafen allerdings nur erzielen, wenn die Zahl der Flugbewegungen signifikant gesteigert wird oder die Ausgaben reduziert werden. Dazu muss der Flughafen endlich einen verbindlichen Businessplan aufstellen. Ein Konzept also, das alle Ziele und Strategien mit den grundsätzlichen Vorhaben und Maßnahmen für einen bestimmten Zeitrahmen beinhaltet. Für Müller ist klar, dass dieser Plan jederzeit durch den Kreistag überprüfbar sein muss. So sieht es auch ein Antrag der Fraktion für den nächsten Kreistag vor. Eine weitere Forderung ist ein nachvollziehbares Vertriebskonzept. Beides liegt dem Kreistag bisher gar nicht vor. Schlimmer noch, beides liegt seit Jahren nicht vor. Henning Schneider soll das jetzt ändern und bis Oktober einen Entwurf ausarbeiten und den Gremien zur Abstimmung stellen. Insbesondere fordert die FDP, dass in dem Konzept belastbare Aussagen über die Entwicklung in den Bereichen Logistik und (Flug)Verkehr sowie zur Vermarktung der Gewerbeflächen mit Standortvorteil Siegerlandflughafen für die nächsten vier Jahre getroffen werden. Der Businessplan soll klare Planungsziele festlegen, an denen der Kreistag den Erfolg der Unternehmung kontinuierlich prüfen kann. Das Aufzeigen der hieraus ggf. zu erwartenden finanziellen Zusatzeinnahmen ist ebenso darzustellen, wie die finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten und Beteiligungswahrscheinlichkeiten der angrenzenden Kommunen auf rheinlandpfälzischem und hessischem Gebiet sowie der partizipierenden Unternehmen. Ebenso bitten die Freidemokraten um eine mehrjährige Übersicht der geplanten Investitionen am Flughafen und der damit in Verbindung stehenden möglichen Erlöse und Belastungen. Im Businessplan sollen auch unternehmerische Prognosen erfasst werden, wie in den nächsten Jahren das Defizit Jahr für Jahr reduziert werden soll. Im Frühjahr 2014 möchte die FDP eine politische Bewertung durch den Kreistag vornehmen lassen. Andreas Klein, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und FDP-Mitglied im Flughafen-Beirat stellt klar: „Vier Jahre ist eine lange Zeit, in der man Fakten schaffen kann. Wir glauben, dass die Zeit von der neuen Geschäftsführung erfolgreich genutzt wird.“