Treue Freunde der Freiheit:

Dr. Henrich Schleifenbaum und Klaus Volker Walter geehrt

Siegen. Die Siegener Parteimitglieder Dr. Henrich Schleifenbaum und Klaus Volker Walter wurden am Wochenende am Stadtparteitag  der Freien Demokraten in der Siegerlandhalle für eine ausgesprochen lange Treue ausgezeichnet. Unermüdlich seit 40 Jahren setzte sich Klaus Volker Walter für die Belange der Bürger in Siegen ein.

Vor allem für die Menschen im südlichen Stadtgebiet (Gosenbach, Ober- und Niederschelden und Eiserfeld) ist er Ansprechpartner für Probleme. Die Menschen belohnen sein Engagement seit Jahren mit dem Direktmandat vor Ort. Unter dem Beifall der Delegierten in der Siegerlandhalle erhielt er die selten vergebene silberne Theodor-Heuss-Ehrenmedaille. Die Laudatio übernahm der langjährige Wegbegleiter und ehemaliger Ratsherr Karl Heinz Gerhards. Sein Parteifreund, der Rechtsanwalt Dr. Henrich Schleifenbaum legte noch eine Schippe drauf. Seine Auszeichnung war die rare goldene Theodor-Heuss-Ehrenmedaille. Seit 50 Jahren ist er den Freien Demokraten treu und engagiert sich vielseitig für bürgerliche Projekte, sei es für das Apollo-Theater, die Universität oder die Philharmonie. Dr. Henrich Schleifenbaum mischt mit. Die Laudation übernahm prominent der Landesminister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Ein weitreichendes Bürgerliches Engagement

Nach seinen Eintritt 1971 in den turbulenten Jahren der Ära Scheel hat Dr. Schleifenbaum sich immer klar zur FDP bekannt. „Dr. Schleifenbaum ist ein hoch geschätzter Jurist und steuerlicher Ratgeber für viele Familienunternehmen in der Siegener Region und darüber hinaus. Er genießt allseits höchstes Vertrauen und Wertschätzung. Seine liberale Haltung hat er nie von Umfragen und Wahlergebnissen abhängig gemacht. Vielmehr steht er seit fünf Jahrzehnten in guten wie in schlechten Zeiten für die Freien Demokraten ein“ so der NRW-Wirtschaftsminister. Er kandidierte zweimal bei den Landtagswahlen für die FDP. 1995 und 2000. Bei der Kommunalwahl 1999 war er Bürgermeisterkandidat für Siegen. Dabei ging es ihm nie um seine Person, sondern um eine starke Stimme für liberale Werte und Ideen. Darüber hinaus war Dr. Henrich Schleifenbaum 14 Jahre stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes der FDP Siegen-Wittgenstein. Sowohl beruflich in seiner Tätigkeit als erfolgreicher Rechtsanwalt und Notar, wie auch politisch hat sich Dr. Schleifenbaum immer für die Belange der Siegerländer Wirtschaft eingesetzt. Auch über sein berufliches und politisches Engagement hinaus, hat er sich für die Siegener Gesellschaft eingesetzt.

Zu erwähnen sind hier unter anderem: Sein Vorsitz des Trägervereines Apollo-Theater Siegen oder seine aktuellen Tätigkeiten als Vorsitzender des Stiftungsrates des Apollo Theater Siegen. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Peter Paul Rubens Stiftung, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Philharmonie Südwestfalen. Für unsere Stadt bringt er sich besonders als Mitglied des Verwaltungsrates der Bürgerstiftung Siegen, als Mitglied des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Siegen, als Mitglied des Kuratoriums der Barbara-Schadeberg-Stiftung zur Förderung evangelischer Schulen und als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der EFL Stiftung zur Unterstützung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im evangelischen Kirchenkreis Siegen und des Beirates des EFL Fonds der Bürgerstiftung Siegen ein. „Sie sind ein leuchtendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und fragen zunächst einmal danach, was man selber aktiv für die Gemeinschaft tun kann, bevor man nach dem Staat ruft! Eine wahrlich grundliberale Einstellung“, resümiert Pinkwart in seiner Laudatio.   

Viermal hintereinander das Direktmandat erzielt

Klaus Volker Walter der 1981 in die Partei eintrat, blickt auf 32 Jahre Vorstandsarbeit zurück. Viel Jahre davon war er der Vorsitzende der Freien Demokraten in Siegen.  

„Schwergewicht deines Wirkens wurde aber die Ratstätigkeit“ hob Laudator Karl-Heinz Gerhards hervor. 1984 trat er zum ersten Mal im Wahlbezirk Gosenbach/Oberschelden für den Rat der Stadt Siegen an. 1989 wurde er zum ersten Mal Mitglied des Rates – und das ist er bis heute. 2004, 2009, 2014 und jetzt 2020 gaben ihm die Wähler das Direktmandat und fühlen sich durch ihn sehr gut vertreten. Seit 1999 ist er Chef der FDP-Fraktion. Aber nicht nur politisch ist Klaus Volker Walter aktiv: „Deine Tätigkeit in Gosenbach umfasst auch eine kulturelle und gesellschaftliche Seite, so bist Du Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Gosenbacher Vereine und damit quasi Ansprechpartner für alle Vereinsanliegen vor Ort. Eine umfassende Aufgabe“ so Gerhards und:  „Damit nicht genug, als Vorsitzender vertritt Klaus Volker Walter auch die mehr als 1000 Mitglieder des Gosenbachers Vereins „Hilfe am Grab“ und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.“ Gerhards weist aber auch auf die hohe Kompetenz von Klaus Volker Walter hin: „Während unserer gemeinsamen Zeit in der Fraktion konnte ich deine Kompetenz und deine Tatkraft als Vorsitzender aus nächster Nähe erfahren. Dein Wirken wird mit der FDP in dieser Stadt immer fest verbunden bleiben!“

Hintergrund Theodor Heuss:

Erster und  „idealer“ Bundespräsident

Theodor Heuss wurde am 31. Januar 1884 in Brackenheim im Landkreis Heilbronn geboren. Er studierte in München und Berlin Nationalökonomie und Kunstgeschichte und promovierte zum Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Dr. rer. pol.). Bereits während des Studiums war er journalistisch tätig und widmete sich diesem Beruf auch nach dem Abschluss seiner Ausbildung. 1946 wurde er zum Vorsitzenden der „Demokratischen Volkspartei in der US-Zone“ gewählt, engagierte sich zugleich aber auch im Vorstand der 1947 gegründeten „Demokratischen Partei Deutschlands“. Er wirkte bei der Bildung des Bundesverbands der liberalen westdeutschen Parteien mit, die sich im Dezember 1948 unter dem Namen „Freie Demokratische Partei“ (FDP) gründete. Heuss wurde erster Bundesvorsitzender der FDP. Als Mitglied des Parlamentarischen Rats hatte er großen Anteil an der Formulierung des Grundgesetzes. Zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland wurde Heuss 1949 gewählt. Als erster Bundespräsident widmete er sich vor allem der außenpolitischen Aufgabe, das schlechte Ansehen der Deutschen in der Weltöffentlichkeit zu verbessern. Seine wohl bekannteste innenpolitische Handlung war die Bestimmung der Nationalhymne. 1952 hielt er eine Gedenkrede im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen. Dabei wies er die Behauptung zurück, man habe nichts von den NS-Verbrechen an den Juden gewusst und forderte alle Deutschen auf, sich mit der Wahrheit auseinander zu setzen. Den Deutschen erschien er bald als idealer Bundespräsident, so dass man 1959 sogar eine Grundgesetzänderung erwog, um ihm eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Diesen Plan lehnte Heuss aber schließlich ab. Heuss starb am 12. Dezember 1963. Theodor Heuss war seit 1908 mit Elly Knapp verheiratet.